Ballade von Käpt’n Theo

Die „Ballade von Käpt’n Theo” betrachtet das alte theologische Problem der Theodizee (Im Song: „Theo, die See”) durch die Augen eines Seemanns: Wie kann ein Gott gleichzeitig allmächtig, allwissend und allliebend sein, wenn Menschen so viel Leid ertragen müssen? Dass er darauf kaum eine befriedigende Antwort fand, trieb ihn immer mehr in den Zweifel am Glauben und zum Hinterfragen des von Kindesbeinen an gelernten Weltbildes.

Sie warfen ihn über Bord, so ertrank er bald darauf
Sein Körper sank aufgrund, doch seine Fragen schwammen oben auf
Er hatte viel erlebt, Stürme, Flauten, Freude und Leid
Er hatte sich viel überlegt und grübelte von Zeit zu Zeit
Über Stella Maris und die heiligen Parabeln
Was davon wohl wahr ist und was davon nur Fabeln …

… er dachte drüber nach, was er auf seinen Reisen sah
Dass Gute so oft leiden mussten, Üble dafür glücklich war’n
Und ob das so gewollt war, das wär ja niederträchtig
War das etwa Liebe? War der Höchste nicht allmächtig?
Theo, die See, sie trieb dich in den Wahn
Allmacht, Liebe, Wissen, eins davon ist Seemannsgarn
Theo, die See, ein Rätsel ohne Sinn
so lautet ihr Geheimnis und nun treibst du in ihr drin …

/ Micha Lotto

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