Ich bin mit ca. 17 Jahren in eine Freikirche (Baptisten) eingetreten und habe mich taufen lassen.
Mein Elternhaus ist normal christlich gewesen.
Nach der Schule sind Freundschaften auseinander gegangen und ich habe mich etwas einsam gefühlt.
Die Gemeinschaft dort hat mich sehr angesprochen.
Aber wie hier schon einige geschrieben haben, ist man nur akzeptiert, wenn man ein heiliges Leben führt.
Wenn man keine Freunde außerhalb der Gemeinde hat, unberührt in die Ehe geht und immer brav ist, besonders Frauen.
Nach einigen Jahren bin ich nach Berlin gezogen, um eine technische Ausbildung zu machen.
Durch die Beschäftigung mit Naturwissenschaften sind mir Zweifel gekommen, ob man die Bibel wörtlich nehmen kann.
Außerdem hatte ich dort einen attraktiven Freund und mit der Keuschheit war es vorbei.
Dann habe ich mich in Berlin ins wahre (Party-)Leben gestürzt und habe wieder zu mir selbst gefunden.
Ich hatte natürlich schlimme Gewissensbisse.
Meine Mutter hat mich in dieser Zeit sehr unterstützt.
Menschen ohne christlichen Hintergrund können so etwas nur schwer nachvollziehen.
Das ist jetzt über 30 Jahre her.
Nie wieder will ich so fremdbestimmt leben.
Warum mir das jetzt einfällt?
Neulich kam im Fernsehen der Film „Gotteskinder”.
Die Geschichte ist total realistisch.
/ anonym
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